Rund Rügen und rund um Rügen - Sommer 2020


Wieder einmal ist ein Sommertörn zu planen. Diesmal nur zu zweit, mein Sohn und ich. Die eine Tochter hat Prüfungen und kommt nur für die letzten drei Tage, die andere hat ein Praktikum und gar keine Zeit. Die Randbedingungen: Einschränkungen durch Corona. Startpunkt möglichst = Endpunkt, da, wenn die Tochter kommt, nicht noch ein Tag fürs Auto holen drauf gehen soll. Und das Wetter: das sieht nach meinen bisherigen Beobachtungen eher nach einem regnerischen und windigen Sommer aus, so dass zumindest für den Anfang ein relativ geschütztes Revier günstig wäre.
Für den Start fällt meine Wahl auf die Lagunenstadt Ückermünde. Von hier startete vor 10 Jahren unser erster Segelurlaub. Mit Haff, Achterwasser und Rügen stehen relativ geschützte Reviere zur Verfügung. Ein Abstecher nach Polen ist auch drin, nach Polen kann man trotz Corona problemlos reisen.
Durch einige Staus auf der A10 und der A20 wird unsere Ankunft in der Lagunenstadt etwas später als geplant, aber letztendlich immer noch zu früh: Es dauert eine ganze Weile, bis der Hafenmeister erscheint und uns die Schranke und dann auch die Sliprampe öffnet. Die Rampe ist etwas flach, so dass wir mit den Hinterrädern des Autos bis ins Wasser fahren müssen. Trotzdem ist nach einer halben Stunde das Boot im Wasser und nach weiteren eineinhalb Stunden der Mast gestellt, die Segel angeschlagen und das Gepäck eingeräumt. Da wir nur zu zweit sind, haben wir jede Menge Platz.

Sonntag, 26.07.2020
Am nächsten Morgen schlafen wir erst mal richtig aus. Nicht ganz beabsichtigt. Jedenfalls ist es durch Frühstück und Restarbeiten am Rigg 11:15 Uhr, als wir die Lagunenstadt in Richtung Haff verlassen. Es beginnt zu nieseln, und ich stelle fest, dass ich mein Regenzeug zu Hause vergessen habe. Fürs erste muss deshalb ein Müllbeutel mit Löchern für Kopf und Arme als Ersatz für das Regenzeug herhalten. Der erweist sich als erstaunlich wirkungsvoll, Arme und A… werden natürlich trotzdem nass.
Da das Erreichen der mittäglichen Brückenöffnung der Zecheriner Brücke durch unsere späte Abfahrt ohnehin gestorben ist, können wir in aller Ruhe segeln. Der Wind kommt mit 3 aus Südwest, den Kurs auf den durch die Karniner Hubbrücke gut sichtbaren Ausgang des Haffs können wir gerade so anliegen. Die Zecheriner Brücke durchfahren wir gegen 3 Uhr mit gelegtem Mast, was diesmal nicht ganz so easy ist: Da wir nur zu zweit sind, muss das Boot während des Mastlegens mit festgestelltem Ruder Kurs halten. Das geht nur eine begrenzte Zeit. Und für das Aufrichten des Mastes gilt das gleiche. Da wir das zum ersten Mal so praktizieren, geht das nicht ganz stressfrei ab und das hat Folgen. Diese bemerke ich allerdings erst später, als mein Blick zufällig auf den Wantenspanner an Steuerbord fällt. Am unteren Ende ist er verbogen und an der Biegestelle hat er einen Riss. Ich erinnere mich, dass da beim Maststellen etwas gehakt hatte. Der Riss ist etwa bis zur halben Materialstärke sichtbar. Das ist gar nicht gut, da unser Mast nur durch die Verstagung in der Senkrechten gehalten wird. Fürs erste überbrücke ich den Wantenspanner durch eine mehrfach geschorene Signalleine, aber das ist natürlich nur ein Notbehelf.
Gegen 17:30 Uhr laufen wir in Rankwitz ein. Der Hafen ist für uns neu, hier waren wir noch nicht. Obwohl er klein ist, sind weiter außen an Schwimmstegen noch viele Plätze frei, aber da ist es durch Schwell recht unruhig. Für uns findet sich noch ein Platz ganz innen an der Spundwand.

Montag, 27.07.2020
Gestern Abend hatte ich im Fischverkauf Brötchen bestellt. Nach dem Frühstück gegen 10:00 Uhr geht es los. Heute soll es nach Wolgast gehen, da ich hoffe, dass ich dort einen neuen Wantenspanner kaufen kann. Es ist null Wind, also Motor.


Da wir für unsere Verhältnisse zeitig los gefahren sind, sollte die mittägliche Brückenöffnung in Wolgast zu erreichen sein. Kurz vor Wolgast bleiben wir mal wieder in einem der zahlreichen Stellnetze hängen. Zwischen den Fahnen bildet es einen großen Bogen und wir sehen die Schwimmkörper, die das Netz oben halten, zu spät. Aber wir können uns recht schnell durch Hochkurbeln des Schwerts daraus befreien. Zur Sicherheit gehe ich ins Wasser und kontrolliere, dass nichts im Schwertschlitz eingeklemmt wird. Das Wasser hier im Peenestrom ist herrlich warm, so dass ich gleich noch einen kleine Runde schwimme.
Nach dem Passieren der Wolgaster Hubbrücke legen wir bei der Schiffswerft Horn an. Der Bootsausrüster hier führt zwar Wantenspanner, jedoch nicht in der passenden Größe. Aber es gibt noch einen weiteren Ausrüster, zwar ganz am anderen Ende der Schlossinsel, aber immer noch in fußläufiger Entfernung. Dort erhalte ich die passende Größe. Nur vernünftiges Regenzeug gibt es auch hier nicht, nur dieses orangene Vollgummizeug für Fischer wo ich selbst in die kleinste Größe zweimal reinpasse. Da nehme ich lieber weiter bis Stralsund meinen Müllbeutel.
Das Wechseln des Wantenspanners ist eigentlich kein großes Ding und sollte normalerweise auch bei stehendem Mast gelingen. Zumindest wenn man sich nicht zu dusselig anstellt wie wir. Aus purer Unachtsamkeit fällt uns der Mast um, zum Glück ohne größere Schäden. Nur mein guter alter Werkzeugkasten, DDR-Model, klein, praktisch, mit vielen Fächern, ist schwer getroffen. Da werde ich wohl nach dem Urlaub wieder mit Klebstoff und Blindnieten arbeiten müssen. So was ist heute einfach nichtmehr zu bekommen.

Dienstag, 28.07.2020
Heute Wind Stärke 4 aus West. Morgen und übermorgen Stärke 5 bis 6, auch aus West. Sagt jedenfalls Windfinder. Deshalb soll es heute über den Greifswalder Bodden in den Strelasund rein gehen, bis Marina Neuhof oder Gustow. Auch wenn es mehr als 30 Seemeilen sind, unter Motor und gegen den Wind. Ich möchte nicht die nächsten Tage hier oder in Greifswald Wiek liegen und auf besseres Wetter warten. Wenn wir einmal im Sund sind, können wir auch bei Wind 5 oder 6 weiterfahren, nach Stralsund oder Hiddensee.
Noch vor 10:00 geht es deshalb los. Wind 3 aus West und Strom von geschätzt 1 Knoten ergeben unter Segel rund 4,5 Knoten Fahrt über Grund. Eine Stunde später passieren wir Peenemünde und Kröslin und dann muss der Motor ran. Der Wind hat inzwischen Stärke 4, die Wellen sind einen halben Meter hoch. Zum Glück nicht die typische kurze steile Boddenwelle. Auch wenn der Bug hin und wieder hart einsetzt kommen wir ganz gut vorwärts. Im Großen und Ganzen ist das Wetter nicht unfreundlich. Theoretisch könnte man es auch mit Kreuzen versuchen, aber ich möchte nicht zu viel Zeit verlieren. In unserer Richtung sind nur wenige Boote unterwegs, viele kommen uns entgegen. Die haben ihren Törn irgendwie besser geplant.
Gegen 15:00 Uhr ist die Einfahrt in den Strelasund, die Palmer Ort Rinne, erreicht. Ich gehe in die Kajüte, um eine neue Seekarte in die Plastehülle zu schieben, draußen ist das wegen des Windes nicht möglich. Als ich wieder rauskomme, hat sich das Wetter völlig geändert: Der Wind pfeift mit 5 bis 6, die Wellen sind kurz und steil und haben Schaumköpfe. Wir kommen kaum noch vorwärts, trotz Vollgas. Immer wieder stampft sich das Boot in den Wellen fest. Zu allem Überfluss beginnt es auch noch zu Regnen.
Ich denke darüber nach, die Fahrt doch früher zu beenden. Aber Stahlbrode habe ich von den Fährüberfahrten als sehr klein und eher ungeschützt in Erinnerung. Auch im Hafenführer wird davon abgeraten. Puddemin ist angeblich gesperrt, auch wenn ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass es wieder offen ist. Aber nur auf eine dunkle Erinnerung hin, möchte ich nicht 4 Seemeilen in die Puddeminer Wiek hineinfahren, möglicherweise umsonst.
Eine große Segelyacht überholt uns. 4 Männer unter einer Sprayhood, dick verpackt in Ölzeug. Im Kielwasser dieser Yacht lässt es sich ganz vernünftig fahren. Einige 100 Meter kann ich so hinter ihr herfahren. Leider ist sie, selbst wenn wir Vollgas fahren, einen viertel oder halben Knoten schneller als wir. Ich denke schon ernsthaft darüber nach, ob ich sie anfunke, ob sie nicht uns zu liebe einen halben Knoten langsamer fahren können, da biegen sie in Richtung Stahlbrode ab. Na gut, dann wird es für uns halt auch Stahlbrode.
Beim Näherkommen erweist sich der Hafen als gar nicht so schlecht. Zwei große Hafenbecken sind vorhanden, ich fahre in das rechte, hier liegen scheinbar die kleineren Boote, links die großen Pötte. Dem ist nicht so, erfahre ich später beim Bezahlen der Hafengebühr, alle Gastlieger sollen eigentlich nach links. Trotzdem kann ich rechts für eine Nacht liegen bleiben.
Nachdem wir uns trockene Sachen angezogen haben, wird das Wetter auch freundlicher, bald scheint sogar die Sonne und der Wind lässt nach.
Insgesamt gesehen ist der Hafen Stahlbrode jedenfalls gar nicht so schlecht. Es gibt ausreichend Platz und einen Hafenkiosk, in dem wir später noch Backfisch mit Bratkartoffeln kaufen, auch frische Brötchen gibt es hier morgen früh. Nur über eine heiße Dusche hätte ich mich gefreut, diese sind jedoch wegen Corona geschlossen.

Mittwoch, 29.07.2020
Heute schlafen wir mal wieder etwas länger. Es regnet und der Wind pfeift durch die Masten. Irgendwann hört der Regen auf und wir quälen uns aus den Kojen. Kalt und windig ist es immer noch.
Gegen 11:00 sind wir dann wieder auf dem Strelasund. Wir fangen da an, wo wir gestern aufgehört haben. Wind 5 aus West. Die Wellen sind vielleicht etwas kleiner, nicht viel. Jedenfalls kommen wir irgendwie vorwärts.
Die mittägliche Öffnung der Ziegelgrabenbrücke ist vorbei, die nächste ist erst gegen vier Uhr. Mit Schräglage durch die nördliche Brücke war letztes Jahr nicht so der Bringer. Also Mast legen. Mit dem Mast legen müssen wir bis kurz vor der Brücke warten, weil erst hier die Wellen kleiner werden. Leider beginnt es gerade jetzt stärker zu regnen. So nimmt das Chaos seinen Lauf. Als ich nach dem Großfall greife, um den Mast provisorisch nach vorn abzuspannen um das Vorstag zu lösen spüre ich keinen Wiederstand. Der Karabiner hat sich von der Klampe am Mast gelöst und baumelt bereits in unerreichbarer Höhe. Der Wind weht ihn weg und macht ihn auch für den Bootshaken unerreichbar. Mit der Dirk gelingt das Mastlegen dann und wir können die Brücke passieren. Bei gelegtem Mast hoffte ich, das Großfall zu erreichen, aber das erweist sich als Irrtum: durch die Vorwärtsfahrt treibt das Fall mit samt dem Karabiner weit hinter dem Masttop im Wasser. Also Rückwärtsfahrt. Leider ist die Rückwärtsfahrt selbst bei Vollgas nicht besonders schnell, dafür aber besonders spritzig. Das Fall treibt deshalb durch das Gewicht des Karabiners besonders tief im Wasser. Mein Sohn muss relativ lange angeln, bis er ihn greifen kann. Es gelingt ihm gerade so, bevor wir die Brücke ein zweites Mal rückwärts passieren. Nun endlich können wir den Mast wieder stellen.
In der City Marina haben wir Glück. Wir finden relativ schnell eine Box, die noch mehrere Tage frei ist. Die Frau, die in der Nachbarbox eine Ixylon liegen hat, freut sich, dass endlich mal ein kleineres Boot neben ihrem liegt. Sie segelt manchmal auch die Mittwochsregatten mit, aber heute ist es ihr zu windig.
Drei Kanister haben wir leergefahren, die kann ich hier an der Bootstankstelle auffüllen. Im Bootsausrüster am Querkanal kaufe ich mir eine Regenjacke von Musto für 90 Euro. Vermutlich wäre irgendwann sowiso etwas neues fällig gewesen, obwohl mein altes Regenzeug, ein Sonderangebot von Kompas, Jacke und Hose zusammen für 60 Euro, jetzt nach 14 Jahren immer noch dicht ist. Ich schaue noch eine Weile bei der Mittwochsregatta zu, bei dem Wind ist das ziemlich spannend. Besonders die Spinnackermanöver sind da offensichtlich eine größere Herausvorderung. Anschließend gehen wir in die Pizzeria direkt am Hafen, das haben wir uns nach dem Stress heute Mittag redlich verdient.

Donnerstag, 30.07.2020
Wir hatten ja schon überlegt, heute in Stralsund zu bleiben. Der Wind ist zwar immer noch kräftig, aber das Wetter ist schön. Also geht es heute weiter nach Hiddensee.
Mit dem 2. Reff im Groß ohne Fock geht es los. Reichlich 4 Konten. Besser geht es kaum. Da der Wind ziemlich genau aus West kommt, sind auch die Strecken, in denen das Fahrwasser etwas nach Westen abbiegt, immer noch machbar. Es ist wie immer viel Verkehr hier und irgendwann überholt uns sogar ein Flusskreuzfahrtsschiff.
15:00 sind wir in Vitte Lange Ort und finden dank unserer frühen Ankunftszeit problemlos eine freie Box.
Nach dem Lebensmitteleinkauf im Edeka gehe ich noch mal eine Runde über den Strand.


Früher bin ich diese Runden immer mit unserer Golden Retriver Hündin Dina gegangen. Aber die ist leider dieses Frühjahr gestorben. 14½ Jahre wurde sie alt, ein gutes Alter für einen solchen Hund.

Freitag, 31.07.2020
Für Hiddensee wollen wir uns diesmal etwas mehr Zeit nehmen. Deshalb geht es zuerst mal auf den Altbessin. Dort befindet sich am äußersten Ende ein Aussichtspunkt. Obwohl er nur wenige Meter hoch ist, hat man von dort eine sehr schöne Aussicht auf die Umgebung mit ihren Inseln, Halbinseln und Flachwasserzonen.


Anschließend geht es zum Enddorn. Der Weg, der direkt von hier zum Leuchtturm führte ist gesperrt, vermutlich aus dem gleichen Grund, wie der Weg unten am Strand: wegen der Gefahr des Abrutschens der Steilküste. Man hat den Weg sorgsam mit Gestrüpp zu geflochten, damit es niemand versucht, ihn trotzdem zu benutzen. Jetzt muss man erst ein Stück zurück in Richtung Grieben und dann rechts hoch. Vorbei an einem gepflegt aber verlassen wirkenden Gebäudekomplex unbestimmbaren Zwecks.


Der Leuchtturm schließt leider schon 16:00, deshalb genießen wir nur kurz die Aussicht und gehen dann weiter am Klausner vorbei, runter zum Strand. Der Weg zurück nach Kloster beginnt hier unten etwas abenteuerlich, an einer Stelle muss man einen Moment abpassen wo keine Welle kommt und etwas Treibholz ist zu überklettern. Aber das sind nur die ersten 100 Meter, dann geht es wieder.


Sonnabend, 01.08.2020
Heute ist Strandtag. So richtig mit Strandmuschel, Sonnencreme, sandige Kekse essen und ausruhen. Mit Baden wird nicht viel, das Wasser ist, wie auf Hiddensee eigentlich immer, saukalt.
Am Nachmittag leihe ich mir ein Fahrrad aus, um ans Südende der Insel zu fahren. Aber nach 2 Kilometern beginnt das Schutzblech auf dem Hinterradreifen zu schleifen. Von den drei Schrauben, die das Schutzblech halten, haben zwei das Weite gesucht. Naja, geklappert hatte es von Anfang an. Ich hatte mir aber nichts dabei gedacht, mein Fahrrad zu Hause klappert auch, aber es fällt nichts ab. Mit einem Strick kann ich das Schutzblech provisorisch festbinden, so dass ich weiterfahren kann. Zuerst nach Neuendorf und zum Leuchtturm Gellen. Ab und zu bleibt man fast in einer Sandkuhle stecken.


Ab dem Leuchtturm sind nur noch wenige Spaziergänger mehr unterwegs. Eine herrliche, einsame, unberührte Landschaft.


Nach einigen Kilometern beendet am Ostufer eine Naturschutzeule den Weg. Viele Boote ankern hier und es herrscht ein reges Kommen und Gehen, naja, jetzt am späten Nachmittag mehr Gehen. Tagesausflügler, die mit dem Boot kommen und den Tag an der Westseite am Strand verbringen. Auf der Westseite kann ich im Wald noch einen weiteren Kilometer in Richtung Süden fahren, bis der Wege endgültig endet. Auf einer Schautafel steht, dass vor 700 Jahren hier die Insel zu Ende war und der Gellen heute noch jedes Jahr um drei Meter wächst.

Sonntag, 02.08.2020
Heute geht es weiter nach Glowe. Wind immer noch aus West, mit Stärke 3. Ideal. Noch in der kleinen Fahrrinne des Hafens setzen wir die Segel. Und dann geht es raus auf die Ostsee.
Auch heute noch, 30 Jahre nach der Wende ist es für mich immer noch ein besonderes Erlebnis hier raus zu segeln. Zur DDR-Zeit ging das nicht. Aus heutiger Sicht unvorstellbar. Vorbei geht es an Mövenort und Bakenberg. Ein wunderschönes ruhiges entspanntes Segeln. Zeitweise Schmetterling. Heute sind viele andere Boote mit uns in der gleichen Richtung unterwegs.
Kap Arkona umsegeln wir weiträumig. Der Wind hat etwas aufgefrischt. Einzelne Wellen sind jetzt 1 Meter hoch. Mit 4 Knoten geht es über die Tromper Wiek. Glowe ist schon zu sehen. Aber diese Strecke ist immer etwas weiter, als es aussieht. Vermutlich gerade deshalb, weil man den Hafen schon lange vorher sieht. Erst kurz vor dem Hafen holen wir die Segel ein. Kurz vor 18:00 Uhr laufen wir in Glowe ein. Ganz rechts, am Steg für kleine Boote, sind noch viele Plätze frei. Wir legen uns ziemlich am Anfang in eine der ersten freien Boxen. Später stellen wir fest, dass es günstiger gewesen wäre, etwas weiter nach innen zu fahren, da hier außen durch die Hafeneinfahrt noch ziemlich viel Schwell hereinkommt.
Nach dem Bezahlen der Hafengebühr steige ich auf den Aussichtsturm. Hier im Hafen hat sich seit unserem ersten Besuch vor 10 Jahren einiges getan. Die Sliprampe, die damals mehr oder weniger unbefestigt war, ist jetzt ordentlich mit Steg und betoniert. Einige Liegeplätze sind hier hinzugekommen und die Zufahrt, damals quer über den Strand ist eine jetzt eine normale Straße.

Montag, 03.08.2020
Heute soll es nach Sassnitz gehen. Das ist nicht allzu weit, wir lassen uns mit dem Frühstück etwas Zeit. Halb elf geht es los. Wind mit 3 bis 4 aus Nordwest und Halbmeterwelle. Mit uns verlässt ein ziviles U-Boot den Hafen. Schon ein seltsamer Anblick, der einen irgendwie an „Das Boot“ erinnert.


Die Fahrt geht mit gerefftem Groß und Fock flott voran. Vorbei an Lohme, in 10 Jahren haben wir es noch nicht geschafft, diesen vielgerühmten Hafen zu besuchen. Die Kreidefelsen kommen in Sicht. Ab hier ist eine halbe Seemeile Abstand zur Küste vorgeschrieben, näher ran sollte man bei westlichen Winden ohnehin nicht fahren, sonst kommt man in die Abdeckung der Steilküste.
Sassnitz kommt in Sicht. Man muss im riesigen Hafenbecken gefühlt eine Seemeile zurückfahren, um zu den Liegeplätzen für die Sportboote zu kommen. Wir bekommen den vorletzten Platz in der kleinsten Boxengröße, für uns immer noch viel zu groß, gerade so, dass wir unsere Heckleinen noch nicht verlängern müssen.
Der Hafen ist sehr belebt. Zwei Gaststätten, ein Bootsausrüster, ein Eisverkauf. Verschiedene Anbieter bieten auf ehemaligen Fischkuttern und Fahrgastschiffen Ausflugsfahrten zu den Kreidefelsen an.
Ich schaue mir das britische U-Boot an. Nicht ganz passend wird eine akustische Geräuschkulisse aus Szenen aus dem Film „Das Boot“ eingespielt. Das Boot ist neuer und größer als die U-Boote aus dem zweiten Weltkrieg und hier hatte immerhin schon jedes Besatzungsmitglied seine eigene Koje.
Ich schaue noch etwas die Stadt an. Viele Schautafeln informieren über die Geschichte der Stadt und des Hafens. Einige Dinge, die sich auf die DDR-Zeit beziehen habe ich noch selbst miterlebt. Als Kind hat es mich immer genervt, wenn mein Vater vor solchen Tafeln stehen geblieben ist und ich warten musste. Heute stehe ich selbst davor. Meinem Sohn erspare ich das, er ist auf dem Boot geblieben.


Dienstag, 04.08.2020
Heute soll es weiter nach Lauterbach gehen. Auf Grund des Nordwestwindes überlege ich aber auch, weiter nach Kröslin zu segeln, für morgen ist südlicher Wind angesagt, der dann für Lauterbach günstiger wäre.
Mit 5 oder 6 anderen Segelbooten verlassen wir den Hafen und treffen draußen auf eine nochmal ebenso hohe Zahl, die jetzt alle auf das Nordperd zuhalten. Trotz dem wir Schmetterling fahren, sind die meisten aber schneller als wir. Besonders die, die mit Spinnacker fahren, sind nach einer Weile nur noch als Strich am Horizont zu sehen. Später frischt der Wind etwas auf und wir binden das erste Reff ein. Die Wolken türmen sich heute ziemlich hoch, das könne ein Anzeichen für mögliche Gewitter sein, das muss ich im Auge behalten. Gegen halb zwei passieren wir das Nordperd und nehmen Kurs auf das erste Tonnenpaar des Landtieffahrwassers. Die Ansteuerungstonne schenken wir uns. Nachdem wir das Landtief passiert haben müssen wir uns entscheiden. Lauterbach oder Kröslin. Auf Grund des zwar schon schwächer gewordenen, aber immer noch aus Nordwest kommenden Windes entscheiden wir uns für Kröslin. Lauterbach würde letztendlich Fahrt mit Motor bedeuten, da mit Kreuzen die Strecke heute nicht mehr zu schaffen wäre.
Mit dem Erreichen der Knaakrückenrinne haben wir Rund-Rügen praktisch vollendet. Mit immer schwächer werdendem Wind laufen wir in den Peenestrom ein. Kurz vor 18:00 Uhr erreichen wir Kröslin.

Mittwoch, 05.08.2020
Frische Brötchen können wir in der Nähe des Hafens kaufen. Nach dem Frühstück, gegen 10 Uhr, geht es los. Der Wind hat tatsächlich, wie angekündigt, auf Südwest gedreht. Unter Groß und Fock geht es schnell voran. Bis zum Beginn des Landtief-Fahrwassers benötigen wir heute lediglich 1¾ Stunde, gestern haben wir für die gleiche Strecke andersrum fast 3 Stunden gebraucht. Aber auch heute lässt der Wind in der zweiten Tageshälfte nach und so benötigen wir noch mehr als 3 Stunden, bis wir in Lauterbach anlegen.
Letztes Jahr war Lauterbach Start- und Endpunkt unseres Törns, diesmal ist es nur ein Zwischenstop. Wie letztes Jahr bade ich wieder vom Boot aus in der Boxengasse, allerdings sind viele Quallen im Wasser, so dass ich nicht bis zum Ende der Boxengasse schwimme, sondern mein Bad vorzeitig beende.

Donnerstag, 06.08.2020
Gustow ist für heute geplant, 20 Seemeilen, das ist nicht viel, so lassen wir uns heute etwas Zeit. Der Wind weht schwach aus Südost, so fahren wir unter Motor los, setzen aber nach 3 Seemeilen die Segel. Anfangs nur langsam, später bei auffrischendem Wind geht es auf den Strelasund zu. Der Wind hat auf Ost gedreht, mit Schmetterling geht es in die Palmer Ort Rinne hinein. Was für ein Unterschied zum letzten Mal! Stahlbrode lassen wir diesmal links liegen. Als wir in die kleine Bucht, in der der Hafen Gustow liegt, abbiegen, legt der Wind noch mal richtig los, und wir müssen für die letzte Seemeile das zweite Reff einbinden. 15:30 Uhr legen wir in Gustow an.


Zeitiges Ankommen erhöht den Kaffeeverbrauch. Wie schon einige Male in diesem Urlaub koche ich ein Nachmittagskaffee. Anschließend gehen wir noch an den kleinen Strand baden. Das Wasser ist herrlich warm.

Freitag, 07.08.2020
Inzwischen sind wir bei der zweiten Umrundung Rügens, der Wind ist halt so, dass uns nicht viel anderes übrigbleibt. Für Swinemünde, was ich anfangs noch im Hinterkopf hatte, bläst er aus der genau falschen Richtung, aus Ost. Um wenigstens nicht immer in denselben Häfen anzulegen, haben wir uns heute Schaprode vorgenommen, da waren wir noch nie.
09:30 Uhr geht es los, der Wind weht matt mit Stärke 1 aus Ost. Langsam treiben wir den Strelasund in Richtung Stralsund. Für die mittägliche Öffnung der Ziegelgrabenbrücke ist es trotz dem noch zu früh, als wir diese erreichen, also legen wir den Mast in diesem Urlaub zum dritten Mal. Langsam habe wir Übung. Mit etwas zunehmendem Wind geht es anschließend flott voran, irgendwann müssen wir sogar das 1. Reff einbinden.
Für die letzte Meile zum Hafen Schaprode nehmen wir dann wieder den Motor. Der Wind hat wie gestern ganz zum Schluss noch mal richtig zugelegt. Wir kurbeln das Schwert hoch und legen uns an die Innenseite des ersten Steges, hier sind noch viele Plätze frei.
Beim Bezahlen des Hafengeldes tanke ich gleich noch einen 5 Liter Kanister voll, mehr haben wir seit unserer Abfahrt aus Stralsund vor mehr als einer Woche nicht verbraucht.
In Richtung Campingplatz gibt es einen Badestrand. Das Wasser ist noch wärmer als gestern. Schwimmen kann man allerdings nicht, dafür ist es schlicht zu flach. Man müsste schon bis zur Fahrrinne laufen und wäre dann den einlaufenden Schiffen im Weg. So beschränke ich mich darauf, eine Viertelstunde im knietiefen Wasser zu sitzen, kalt wird mir dabei nicht.
Mit Lebensmitteln sieht es hier im Ort etwas mau aus, jedenfalls wenn man so was ausgefallenes wie Hackfleisch haben will. Der kleine Hofladen hat vom Angebot her eine eher alternative Ausrichtung und der Laden auf dem Campingplatz beschränkt sich auf Chips, Cola und Bier. So gibt es heute Würstchengulasch mit Würstchen aus der Dose.

Sonnabend, 08.08.2020
Möchte man raus auf die Ostsee, so ist es von Schaprode lediglich eine reichliche Seemeile weiter als von Vitte. Somit stellt der Hafen von Schaprode eine brauchbare Alternative zum stets übervollen Hafen von Vitte dar, wenn man dies vorhat.
Was auch heute unser Ziel ist, wir wollen Hiddensee auf der Außenseite umrunden. Der Wind kommt schwach aus Nord, unter Motor geht es durch das Libben-Fahrwasser raus auf die Ostsee. Ganz bis raus muss man der Tonnenreihe nicht folgen, man kann sich schon vorher etwas nach links halten. Ein Versuch nördlich des Dornbusches zu segeln misslingt mangels ausreichend Wind. Aber weiter südlich versuchen wir es ein weiteres Mal. Erst langsam, später mit zunehmendem Wind schneller, geht es nun auf die Rinne zwischen Gellen und Bock zu. Vorbei am Gellen-Leuchtturm, dessen Feuer während einer Blink-Pause komplett von Weis auf Rot und später in ebenso kurzer Zeit von Rot auf Weis wechselt. Verblüffend, das in über einer Seemeile Entfernung die Sektorenübergänge noch so scharf sind.
Dass der Wind sich kurz vor dem Hafen noch auf Stärke 4 bis 5 steigert verwundert uns seit den letzten Tagen schon nicht mehr. Zur Sicherheit kurbeln wir vor dem Einlaufen das Schwert etwas hoch und legen uns im neu gebauten Teil des Hafens in die innerste Boxenreihe, hier sind noch viele Plätze frei.
Der Badestrand ist wie die vergangenen Jahre flach und mit viel Seegras im Wasser. Die Mückenplage hat sich im Gegensatz zum letzten Jahr auf ein erträgliches Maß verringert.

Sonntag, 09.08.2020
Brötchen bekommt man am Sonntag auch hier, aber ich habe gestern schon mehr gekauft, da ich mir nicht sicher war. Nach dem Frühstück geht es los, erst mit Motor aus dem Hafen und dann nach links in das Fahrwasser nach Barth. Ab hier dann unter Segel bei einem schwachen Nordnordwestwind. Langsam und anfangs hoch am Wind, aber wir haben Zeit, heute soll es nur bis Zingst gehen.


Bei allmählich zunehmendem Wind geht es über den Grabow, wo wir vor 10 Jahren unser erstes Nachtfahrterlebnis hatten. Ein leichter Winddreher hilft, dass es auch nach dem Bodden mit Segel weitergeht. Nur als uns ein Flusskreuzfahrtschiff entgegenkommt lasse ich zur Sicherheit ausgekuppelt den Motor mitlaufen, damit ich bei ungünstigen durch das Schiff verursachten Winddrehern manövrierfähig bleibe.
Ab dem Abzweig nach Barth geht es endgültig nach Norden, ab hier muss der Motor ran.
Der Wasserwanderrastplatz ist wie immer sehr voll, aber wir finden noch einen Platz. Die Boxen sind riesig und die Pfähle dick, so dass wir das erste Mal in diesem Urlaub unsere Heckleinen verlängern müssen.
Der Edeka in Zingst hat auch am Sonntagnachmittag geöffnet, so dass ich noch ein paar Lebensmittel einkaufen kann. Anschließend geht es noch an den Strand. Obwohl nur 15 Seemeilen entfernt, ist das Wasser hier viel wärmer als bei Hiddensee.

Montag, 10.08.2020
Heute müssen wir zurück nach Stralsund. Meine Tochter hat heute ihre letzte Prüfung und ich möchte sie heute Abend am Bahnhof abholen, damit sie noch ein paar Tage Urlaub auf dem Boot verbringen kann.
Der Wind weht für dieses Vorhaben ungünstig aus Ost, so dass wir fast die ganze Strecke mit Motor fahren. Zeitweise haben wir sogar Strom mit etwa einem Knoten in Gegenrichtung. Zumindest Ansgar freut sich über die Motorfahrt, so kann er seine Powerbank laden.
Erst auf dem letzten Stück, als sich das Fahrwasser mit dem Fahrwasser von Hiddensee vereint, können wir die Segel setzen. Und obwohl sich die Ziegelgrabenbrücke schon 15:20 Uhr öffnet, ich hatte mit der Öffnung erst eine Stunde später gerechnet, erreichen wir die City Marina Stralsund noch rechtzeitig vor dem großen Schwung Boote und ergattern eine der wenigen freien Plätze. Tatsächlich lese ich später irgendwo, dass sich die seit Jahren gleich gebliebenen Öffnungszeiten der Ziegelgrabenbrücke geändert haben: Sie öffnet jetzt am Nachmittag zweimal, einmal 15:20 Uhr und einmal 17:20 Uhr. Eine ominöse Öffnung gegen 11 Uhr, die wir vor Tagen auf dem Weg Gustow-Schaprode beobachteten, lässt sich dadurch allerdings nicht erklären.
Später gehe ich noch einmal tanken, durch die lange Motorfahrt heute sind 2 Kanister leer. Und gegen 21 Uhr hole ich meine Tochter vom Bahnhof ab, von nun an sind wir zu dritt.

Dienstag, 11.08.2020
Eigentlich hatten wir vor, von hier aus zurück nach Ückermünde zu fahren. Aber für die nächsten Tage ist Wind aus Ost mit Stärke 5 angesagt. Deshalb beschließen wir, noch mal nach Hiddensee zu fahren, dort einen Strandtag zu verbringen und dann in Schaprode zu slipen.
Gegen 10 Uhr geht es los. Der Wind kommt anfangs noch schwach aus Nordost bis Ost. Bald wird er aber stärker, so dass wir ein Reff einbinden. Für uns ein Kurs ziemlich hoch am Wind. Da das Fahrwasser im Zickzack verläuft, müssen wir ein paarmal den Motor zur Hilfe nehmen.
Durch den kräftigen Wind geht es schnell voran und gegen 15:00 Uhr laufen wir in Vitte ein. Nachdem wir das Schwert zur Sicherheit zur Hälfte hochgekurbelt haben finden wir wieder einen Platz am innersten Steg.
Abends machen wir noch einen Spaziergang am Strand nach Kloster und auf der Boddenseite zurück.

Mittwoch, 12.08.2020
Wie beschlossen legen wir heute noch mal einen Strandtag ein. Die Sonne scheint und von dem Wind aus Ost ist hier auf der Westseite der Insel wenig zu spüren. Meine Hoffnung, dass das Wasser sich inzwischen etwas erwärmt hat, erfüllt sich nicht, es ist immer noch kalt.

Donnerstag, 13.08.2020
Heute geht es also nach Schaprode. Das ist nicht weit, wir können uns Zeit lassen. Der Wind kommt mit Stärke 3 aus Ost, das erste Stück fahren wir also mit Motor, ab der Kreuzung mit dem Rassower Strom dann Segel. Nach wenigen Seemeilen biegen wir nach Schaprode ab und da das Wasser hier in einem größeren Bereich ausreichende Tiefe hat kreuzen wir in Richtung Ost, ausreichend Zeit haben wir ja. Besonders gut geht das heute nicht, der Wendewinkel ist größer als 120 Grad.
Mehrmals werfe ich einen halbvollen Wasserkanister über Bord und wir fahren ein „Kanister über Bord-Manöver“. Das haben wir lange nicht mehr gemacht. Wir brauchen auch jedesmal mehrere Anläufe, was aber auch daran liegt, das sich der Kanister mit dem Bootshaken schwer angeln lässt.
Schon kurz vor 14:00 Uhr laufen wir in Schaprode ein. Da ich wieder auf der Innenseite des Steges anlegen möchte, sage ich Ansgar, dass er das Schwert hochkurbeln soll. Er schaut nur kurz nach und sagt dann „Ist schon oben!“. Nun weis ich auch, warum der Wendewinkel vorhin beim Kreuzen so schlecht war.
Später gehen wir noch mal an den Strand, das Wasser ist zwar flach, hat aber hier eine erträgliche Temperatur, so dass man sich eine Weile darin aufhalten kann.

Freitag, 14.08.2020
Zwischen 16:00 und 18:00 Uhr ist der Hafenmeister da, in diesem Zeitraum können wir slipen. 08:25 Uhr nehme ich den Bus nach Gingst, der Anschlussbus nach Bergen fährt mit 6 Minuten Verspätung ab, weil die Busfahrer miteinander quatschen. Meine Umsteigezeit in Bergen ist damit schon aufgebraucht, was mich im Endeffekt 7,90 Euro kostet, da es mir in der Kürze der verbleibenden Umsteigezeit nicht gelingt, dem Fahrkartenautomaten der Bahn ein Mecklenburg-Vorpommern-Ticket zu entlocken. So muss ich erst mal eine Fahrkarte nach Stralsund kaufen und das mir der Automat neben dem Normalpreis von 7,90 Euro außerdem einen „Sparpreis“ von 19 Euro anbietet ist natürlich nur ein schwacher Trost.
In Stralsund ist dann ausreichen Zeit für das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket und in Jatznick habe ich nochmals eine Stunde Aufenthalt.
Von Ückermünde Stadthafen bis zur Lagunenstadt ist es eine halbe Stunde zu laufen. Das Auto hat scheinbar in Hitze und Regen der vergangenen 3 Wochen etwas gelitten, lässt sich dann aber doch zum Anspringen überreden. Nach 3 Stunden Fahrt, kurz nach 16:00 Uhr bin ich zurück in Schaprode, 17 Uhr slipen wir. Eine halbe Stunde später machen wir uns auf den Heimweg und sind nach 9 Stunden Fahrt inklusive McDonald‘s Besuch wieder zu Hause.

Boot

Typ: FAM
Länge über Alles: 5,40 m
Breite über Alles: 2,05 m
Tiefgang ohne/mit Schwert: 0,3/1,1 m

Segelfläche:

Großsegel: 10,7 Quadratmeter
Fock: 4,5 Quadratmeter
Genua: 8,3 Quadratmeter

Verdrängung:
Boot: 435 kg
2 Personen: 135 kg
Gepäck: etwa 120 kg
Gesamt: etwa 690 kg

Motor: Außenbord, 4 PS, Zweitakt, 2,8 Liter Einbautank

Elektrik:

Batterie: 12V, 12Ah
Ladung über Solarpanel: 20W, Fläche 40 cm * 40 cm und Lichtspule: 60W
BSH-Beleuchtung (Zweifarblaterne, Hecklicht, Toplicht)
4W Leuchtstoffröhre zur Kajütbeleuchtung
für diverse Ladegeräte (Handy, Kamera, Laptop, Funk) ein selbst gebauter Rechteck-Wechselrichter

Törndaten

Gesamtstrecke: 292 Seemeilen
gesegelte Strecke: 187 Seemeilen
Strecke unter Motor: 105 Seemeilen
Benzinverbrauch: 33 Liter